In einer klaren Stellungnahme hat die Challice Investmentgesellschaft, die von dem singapurischen Geschäftsmann Ong Beng Seng und seiner Frau Christina kontrolliert wird, dem Kaufangebot von Mike Ashleys Frasers Group eine Absage erteilt. Trotz eines auf £111 Millionen erhöhten Angebots zeigte das Milliardenunternehmen kein Interesse, seine Anteile am Luxustaschenhersteller Mulberry zu veräußern. Challice hält derzeit 56,4 Prozent der Mulberry-Aktien. Challice betonte seine Unterstützung für Mulberry und dessen derzeitiges Managementteam und erklärte, dass der Zeitpunkt eines möglichen Verkaufs unpassend sei. Die Ong-Familie glaubt fest an den langfristigen Wert der Marke Mulberry und betrachtet das Angebot von Frasers als ablenkend. Mike Ashleys Frasers Group, die inzwischen 37 Prozent der Anteile an Mulberry besitzt, erhöhte jüngst das Angebot auf £1,50 pro Aktie. Dennoch bleibt es für Frasers schwierig, die Mehrheit zu erlangen, da Challice nicht vorhat, seine Unterstützung zu geben. Challice fordert Frasers auf, das Angebot zurückzuziehen und weist darauf hin, dass ohne die eigene Unterstützung eine Übernahme nicht möglich sei. Frasers Group hatte kürzlich die mangelnde strategische Ausrichtung von Mulberry kritisiert und vorgeschlagen, dass das Unternehmen bald zusätzliche Finanzmittel benötigen könnte. Trotz dieser Kritik bleibt das Angebot von Frasers bislang unbeantwortet.
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Mulberry bleibt in den Händen der Ong-Familie: Kein Verkauf an Frasers Group geplant