Die Spannung in der Formel-1-Welt könnte kaum größer sein. Mercedes setzt seine Bemühungen fort, den Weltmeister Max Verstappen für sich zu gewinnen. Ola Källenius, Vorstandschef von Mercedes, betonte gegenüber dem TV-Sender Sky, dass die besten Fahrer in den besten Autos sitzen möchten. Mit Blick auf die große Regelreform im Jahr 2026 sieht Källenius eine weitere Chance: "In Silber würde er auch gut aussehen," fügte er vor dem Großen Preis von Spanien in Barcelona hinzu.
Die Situation bei Mercedes ist angespannt, denn nach dieser Saison wird Rekordweltmeister Lewis Hamilton zu Ferrari wechseln. Somit benötigt das Team neben George Russell einen neuen Spitzenfahrer. Teamchef Toto Wolff, der Verstappen nach dessen 61. Karrieresieg in Spanien schätzt, zeigt klar Interesse: "Wir würden den Weltmeister gerne verpflichten."
Doch nicht jeder ist von Mercedes' Avancen begeistert. Red-Bull-Teamchef Christian Horner zeigt sich genervt vom Werben der Konkurrenz. Verstappen hat zwar noch einen Vertrag bei Red Bull bis Ende 2028, aber interne Turbulenzen – darunter Vorwürfe gegen Horner und der Verlust von Star-Designer Adrian Newey – könnten einen Wechsel attraktiver machen.
Trotz dieser Unruhe bleibt Wolff vorsichtig optimistisch: "Wir konzentrieren uns darauf, den Wagen schneller zu machen. Dann werden die guten Leute kommen wollen." Zusätzlich gilt der 17-jährige Kimi Antonelli aus dem eigenen Nachwuchsteam als heißer Kandidat für ein mögliches Mercedes-Cockpit im Jahr 2025.
"Sie sollten sich lieber auf ihre eigenen Fahrer konzentrieren und nicht auf unsere," konterte Horner sichtlich genervt. "Max gewinnt und ist zufrieden hier. Manchmal versucht man ein Team aus dem Gleichgewicht zu bringen, aber das lässt sich nicht ändern."