27. August, 2026

Wirtschaft

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister kritisiert geplante Steuererleichterungen für ausländische Fachkräfte

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister kritisiert geplante Steuererleichterungen für ausländische Fachkräfte

Die geplanten Steuererleichterungen der Bundesregierung für ausländische Fachkräfte stoßen bei Wirtschaftsminister Reinhard Meyer aus Mecklenburg-Vorpommern auf Ablehnung. Meyer, SPD-Politiker, betont, dass Deutschland zwar mehr gut ausgebildete Fachkräfte, auch aus dem Ausland, benötige, jedoch ein Steuerbonus kaum zur Schließung der Fachkräftelücke beitragen werde.

Laut Meyer seien andere Parameter bei der Entscheidung für eine berufliche Zukunft in Deutschland entscheidender als eine temporäre Steuerentlastung. Der Minister führt aus, dass die Digitalisierung und Beschleunigung der Visaverfahren deutlich effektivere Maßnahmen wären. Der vorgeschlagene Steuerbonus könne sogar neue Unwuchten im Steuersystem erzeugen und sozialpolitische Spannungen fördern.

Der Steuerbonus ist Teil einer Wachstumsinitiative, die die Spitzen der Ampelkoalition jüngst im Kontext des Bundeshaushalts 2025 beschlossen haben, mit dem Ziel, die deutsche Wirtschaft zu revitalisieren. Das Papier sieht vor, neu zugewanderte Fachkräfte in den ersten drei Jahren teilweise steuerfrei zu stellen: 30 Prozent im ersten Jahr, 20 Prozent im zweiten und 10 Prozent im dritten. Außerdem sollen Ober- und Untergrenzen für den Bruttolohn festgelegt werden. Eine ähnliche Regelung existiert seit Anfang des Jahres in den Niederlanden.