24. August, 2026

Wirtschaft

Konsumklima in den USA trübt sich unerwartet ein

Konsumklima in den USA trübt sich unerwartet ein

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni überraschend verschlechtert. Der von der Universität Michigan erhobene Konsumklimaindex fiel verglichen mit dem Vormonat um 3,5 Punkte auf 65,6 Punkte. Damit erreichte der Wert seinen niedrigsten Stand seit November 2023, teilt die Universität in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 72,0 Punkte erwartet. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen der Verbraucher verschlechterten sich. Besonders drastisch fiel der Rückgang bei der Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation aus. Während die kurzfristigen Inflationserwartungen der Konsumenten bei 3,3 Prozent stagnierten, hatten Experten einen leichten Rückgang auf 3,2 Prozent prognostiziert. Auffällig war zudem der Anstieg der längerfristigen Inflationserwartungen auf 3,1 Prozent, entgegen den unversehrten 3,0 Prozent, die erwartet wurden. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) berücksichtigt diese Teuerungserwartungen in ihrer Geldpolitik und strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Der von der Universität Michigan erhobene Indikator gilt als barometrischer Wert für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Befragung von etwa 500 Haushalten, die ihre finanzielle und wirtschaftliche Lage sowie ihre Erwartungen für die Zukunft bewerten.