31. August, 2026

Wirtschaft

Konstruktiver Dialog mit Brüssel: Lufthansa und Italien machen neue Zusagen im Übernahmepoker um Ita Airways

Konstruktiver Dialog mit Brüssel: Lufthansa und Italien machen neue Zusagen im Übernahmepoker um Ita Airways

In den intensiven Verhandlungen um einen möglichen Anteilserwerb der deutschen Fluglinie Lufthansa an der italienischen Staatsairline Ita Airways haben die Beteiligten neue Zusagen an die EU-Kommission gerichtet. Das italienische Finanzministerium ließ verlautbaren, dass 'Ergänzungen' im Einklang mit den Anforderungen der Brüsseler Behörde eingereicht worden seien, um etwaige wettbewerbsrechtliche Bedenken aus dem Weg zu räumen. Über den Inhalt dieser Zugeständnisse wurde Stillschweigen bewahrt.

Das ambitionierte Vorhaben sieht vor, dass die Lufthansa anfänglich 41 Prozent der Anteile an Ita Airways erwerben und im Zuge dessen ein Investment von 325 Millionen Euro einbringen soll. Zukünftig soll die Möglichkeit bestehen, schrittweise bis zur kompletten Übernahme vorzugehen. Die EU-Kommission war bislang allerdings zurückhaltend, da sie negative Auswirkungen für den Wettbewerb und somit für die Kunden befürchtet.

Die Erwartungen richten sich nun auf eine baldige Entscheidung der Behörde, vermutlich im kommenden Monat. Zuvor hatte die Lufthansa bereits gewisse Zugeständnisse im Zuge des kartellrechtlichen Verfahrens signalisiert, ohne indes konkreten Inhaltsangaben zu machen.

Im Rahmen einer Aussprache mit Aktionärsvertretern während der Hauptversammlung der Lufthansa betonte CEO Carsten Spohr die bereits eingereichte Erweiterung des Angebots an die EU-Kommission und bezeichnete die laufenden Gespräche als 'ganz entscheidende Phase'. Spohr verwies auf die Vorteile, die sich sowohl für Reisende als auch für die Belegschaft von Ita Airways ergeben würden. Er sprach sich überzeugt aus, dass die angestrebte Übernahme multiple Gewinner hervorbringen würde und somit ein Widerspruch nicht begründet sei.