Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni wider Erwarten eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank um 0,7 Punkte auf 88,6 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Analysten hatten einen leichten Anstieg auf durchschnittlich 89,6 Punkte prognostiziert. Zuvor war der Indikator tendenziell gestiegen, im Mai jedoch leicht rückläufig.
Bundeskanzler Olaf Scholz hat im Streit um Zölle auf Elektroautos Bewegung von China gefordert. Auf dem Tag der Industrie in Berlin betonte er, dass es positiv sei, dass die EU-Kommission der chinesischen Seite weitere Gespräche anbiete. Die Verhandlungen müssten bis zum 4. Juli voranschreiten. Ernsthafte Fortschritte seien von China erforderlich, so Scholz.
Die EU hat entgegen dem Willen Ungarns rund 1,4 Milliarden Euro für Militärhilfen für die Ukraine approbiert. Bei einem Außenministertreffen in Luxemburg wurde das Verfahren am Montag bestätigt. Ungarn kann aufgrund einer vorherigen Enthaltung kein Veto einlegen.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sprach sich beim Tag der Industrie in Berlin für tiefgreifende Reformen in der Europäischen Union aus. Die EU müsse schneller und unbürokratischer werden. Europa solle wirtschafts- und industriepolitisch gestärkt werden, so Habeck.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 drastisch gestiegen. Mit 11.000 Firmenpleiten verzeichnete man einen Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies ist der höchste Stand seit 2016, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform bekanntgab.
Eine Umfrage des Instituts Human8 im Auftrag des Pharma-Unternehmens Stada ergab, dass die Unzufriedenheit der Deutschen mit ihrem Gesundheitssystem steigt. 68 Prozent der Befragten kritisierten Probleme bei der Terminvergabe, 59 Prozent äußerten Misstrauen gegenüber den politischen Entscheidungsträgern.