26. August, 2026

Wirtschaft

Konflikt um Bundesliga-TV-Rechte: DFL kontert DAZN mit deutlichen Worten

Konflikt um Bundesliga-TV-Rechte: DFL kontert DAZN mit deutlichen Worten

Im eskalierenden Streit um die Vergabe der TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga hat sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) klar positioniert. Sie wies die angedrohte Schiedsklage des Sportsenders DAZN mit einer öffentlichen Stellungnahme zurück und unterstrich ihre Bereitschaft, ein solches Verfahren entschieden zu führen. Deutlich macht die DFL, dass sie erwartet, dass der Schiedsspruch von allen Parteien angenommen wird und zur Klärung der Situation beiträgt.

DAZN erwägt indessen einen vollständigen Rückzug aus der TV-Rechte Ausschreibung, sollte das umstrittene Rechtepaket B nicht an den Sender vergeben werden. Ein Unternehmenssprecher von DAZN hatte zuvor seine Unzufriedenheit über die Handhabung der DFL im Vergabeprozess gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kommuniziert und rechtliche Schritte angekündigt.

Das Verfahren zur Vergabe der audiovisuellen Übertragungsrechte ist durch Kontroversen ins Stocken geraten, insbesondere nachdem DAZN keine Bankgarantie vorgelegt hatte. Die DFL hält fest, dass die Gebote von DAZN den Anforderungen der Ausschreibung nicht gerecht wurden und somit nicht für die Vergabe berücksichtigt werden konnten. Auch die nachgereichte Bankunterlage habe an der bereits gefällten Vergabeentscheidung nichts geändert.

Die DFL wehrt sich vehement gegen den Eindruck, man habe nicht gebührend auf DAZNs Beschwerden reagiert und hebt hervor, dass die Vergabebedingungen allen Bietern bekannt waren. Gespräche mit DAZN seien wiederholt angeboten worden. Mit diesem Statement möchte die DFL das Kapitel abschließen und keine weiteren Details zum laufenden Vergabeverfahren preisgeben.