18. Mai, 2026

Politik

Israel kündigt Erweiterung humanitärer Zone im Gazastreifen an

Israel kündigt Erweiterung humanitärer Zone im Gazastreifen an

Die israelische Armee hat bekannt gegeben, die sogenannte humanitäre Zone im konfliktreichen Gazastreifen auszuweiten. Dieser Bereich ist mit Feldkrankenhäusern, Zelten sowie Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten ausgestattet, erläuterte ein Sprecher der israelischen Streitkräfte in arabischer Sprache. Dennoch bleibt die Lage für die Einwohner des Gazastreifens prekär, da sie darauf hinweisen, dass kein Ort innerhalb des Küstenstreifens wirklich sicher sei. Selbst die als sicher deklarierte Zone wurde bereits mehrfach Ziel tödlicher Angriffe. Hilfsorganisationen schlagen derweil Alarm wegen der drohenden Hungersnot, insbesondere im nördlichen Gazastreifen. Außenministerin Annalena Baerbock hat Israel eindringlich aufgefordert, alle Grenzübergänge für Hilfslieferungen zu öffnen. Sie beklagte, dass die Hilfslieferungen auf einem historischen Tiefststand seien: „Noch nie in den letzten 12 Monaten kam so wenig Hilfe in den Gazastreifen wie jetzt“, so Baerbock. Im Laufe dieser Woche läuft eine von den USA am 13. Oktober festgelegte Frist ab. Innerhalb von 30 Tagen müsse Israel die humanitäre Lage im Gazastreifen verbessern, ansonsten drohen Einschränkungen der US-Militärhilfe. Israel argumentiert, dass humanitäre Lieferungen immer wieder von der islamistischen Hamas geplündert und anschließend an die Bevölkerung verkauft würden, um ihre Machtstellung zu festigen.