27. August, 2026

Wirtschaft

Inflation in der Eurozone: Langsamer Rückgang und stabile Kernrate

Inflation in der Eurozone: Langsamer Rückgang und stabile Kernrate

Die Inflation in der Eurozone verzeichnete im Juni einen leichten Rückgang. Eurostat, das Statistikamt der Europäischen Union, bestätigte in einer zweiten Schätzung, dass die Inflationsrate von 2,6 Prozent im Mai auf 2,5 Prozent fiel. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Kerninflation, welche die schwankungsanfälligen Preise von Energie und Nahrungsmitteln ausschließt, ein stabiles Bild. Diese Kernrate stagnierte im Juni bei 2,9 Prozent, was laut Ökonomen einen zuverlässigeren Preistrend als die allgemeine Rate widerspiegelt. Auffällig ist der Preisanstieg in verschiedenen Dienstleistungssektoren, während die Energiepreise kaum noch Wachstum verzeichnen. In den einzelnen Ländern der Eurozone sind deutliche Unterschiede in der Preisentwicklung erkennbar. Finnland (0,5 Prozent), Italien (0,9 Prozent) und Litauen (1,0 Prozent) wiesen die niedrigsten Inflationsraten auf. Die höchsten Raten wurden in Belgien (5,4 Prozent) und Spanien (3,6 Prozent) gemessen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Anfang Juni die Zinsen zum ersten Mal nach der großen Inflationswelle gesenkt, da die Teuerung zurückging. Ihren Höhepunkt erreichte die Inflationsrate im Jahr 2022 mit über zehn Prozent. Der Rückgang der Teuerung stockt dieses Jahr allerdings, weshalb Experten von einer hartnäckigen Inflation sprechen. Die EZB hält weitere Zinssenkungen vorerst für unwahrscheinlich und macht solche Entscheidungen von künftigen Wirtschaftsdaten abhängig. Am kommenden Donnerstag wird erwartet, dass die EZB ihre Zinsen unverändert belässt.