25. August, 2026

Wirtschaft

Inflation bremst Deutschlands Appetit auf Restaurantbesuche

Inflation bremst Deutschlands Appetit auf Restaurantbesuche

In der aktuellen wirtschaftlichen Landschaft Deutschlands scheint der Gang ins Restaurant für viele Bürger zunehmend ein Luxus zu werden, wie eine kürzlich durchgeführte Erhebung vermuten lässt. Eine signifikante Mehrheit von 52 Prozent der Befragten signalisiert, dass die steigenden Preise ihre Essgewohnheiten außer Haus beeinflussen, was sich in einer reduzierten Frequenz von Restaurantbesuchen niederschlägt. Dies ergibt sich aus den Zahlen einer Umfrage, die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus durchgeführt wurde.

Die Untersuchung, an der 2024 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 74 Jahren teilnahmen, verweist auf einen möglicherweise einschneidenden Wendepunkt: die Rückkehr der Mehrwertsteuer im Gastgewerbe auf 19 Prozent, die zum Jahreswechsel erfolgte. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmenden äußerte die Besorgnis, dass diese Steuererhöhung zu weiteren Preissteigerungen führen und somit ein zusätzlicher Hemmschuh für den Besuch von Gastro-Erlebnissen darstellen könnte.

Das Essverhalten einer beträchtlichen Zahl von Menschen scheint jedoch noch relativ stabil zu sein. Ein Viertel der Studienteilnehmer gab an, mindestens einmal wöchentlich Auswärtsmahlzeiten zu genießen, während 28 Prozent sich mindestens einmal im Monat in die Kulinarik außerhalb der eigenen vier Wände stürzen. Der Restaurationsverzicht liegt bei 16 Prozent der Umfrageteilnehmer, von denen wiederum die Hälfte anführte, dass finanzielle Restriktionen sie vom Restaurantbesuch abhalten.

Die kulinarischen Vorlieben derer, die sich noch den Genuss gönnen, sind deutlich: Die italienische Küche ist mit 64 Prozent der Favorit auf der Beliebtheitsskala, dicht gefolgt von der traditionellen deutschen beziehungsweise regionalen Küche, die immerhin 54 Prozent der Gäste anlockt. Ob traditionell oder mediterran – die Deutschen scheinen genussorientiert zu bleiben, sofern das Portemonnaie mitspielt.