28. August, 2026

Wirtschaft

IG Metall fordert sieben Prozent mehr Lohn für die Metall- und Elektroindustrie

IG Metall fordert sieben Prozent mehr Lohn für die Metall- und Elektroindustrie

Die IG Metall hat ihre Tarifforderung für die deutsche Metall- und Elektroindustrie präzisiert und strebt eine Erhöhung der Löhne um sieben Prozent an. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft für Auszubildende einen überproportionalen Festbetrag von 170 Euro monatlich zusätzlich. Dies teilte die Erste Vorsitzende Christiane Benner nach einer Vorstandssitzung in Essen mit. Ziel dieser Maßnahmen sei es, die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken und die Konjunktur zu unterstützen.

Unter den größten deutschen Flächentarifvertrag, der etwa 3,9 Millionen Beschäftigte umfasst, fallen bedeutende industrielle Sektoren wie die Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie. Laut Angaben der IG Metall sollen die ersten regionalen Verhandlungen Mitte September stattfinden. Der derzeitige Entgelttarifvertrag läuft am 30. September aus, und die Friedenspflicht endet am 28. Oktober, was anschließend Warnstreiks ermöglichen könnte.

Benner argumentiert, dass die Forderung angesichts der weiterhin hohen Lebenshaltungskosten gerechtfertigt sei. Sie erklärte: "Die Steigerungen und Einmalzahlungen des letzten Tarifabschlusses sind aufgebraucht. Nun haben die Beschäftigten einen verlässlichen Dauerausgleich in Form von sieben Prozent mehr Geld verdient."

Die Arbeitgeber hingegen berufen sich auf die gegenwärtig angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland und sehen derzeit keinen finanziellen Spielraum für nennenswerte Lohn- und Gehaltserhöhungen. Sie fordern stattdessen eine Nullrunde.

Ein weiteres Anliegen der IG Metall bei den Verhandlungen ist die Ausweitung der tariflich vereinbarten Freistellungen. Aktuell können Beschäftigte mit Kindern, Pflegeaufgaben oder in Schichtarbeit bis zu acht zusätzliche freie Tage im Jahr beantragen, müssen dafür jedoch auf Zusatzgeld verzichten. Die Gewerkschaft strebt nun an, diese Möglichkeit auch für weitere Beschäftigtenkreise zugänglich zu machen.