Der Baumarktkonzern Hornbach Holding hat zu Beginn seines neuen Geschäftsjahres eine positive Entwicklung verzeichnet. Das wärmere Wetter im März und April führte zu einer gesteigerten Nachfrage, wodurch der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro anstieg. Kunden zeigten besonderes Interesse an Pflanzen und Gartenprodukten, was dem SDax-Unternehmen zusätzlichen Rückenwind verschaffte.
Dank einer strikten Ausgabenpolitik konnte das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um etwa ein Drittel auf 146,4 Millionen Euro gesteigert werden. Vor Anteilen anderer Gesellschafter verblieb ein Gewinn von 100 Millionen Euro, was einer bemerkenswerten Steigerung von gut 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Trotz des erfolgreichen Starts bleibt Hornbach vorsichtig optimistisch. Der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Baumarkt AG, Erich Harsch, äußerte Bedenken hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Sommer. "Wir bleiben jedoch zurückhaltend, da wir die Lust unserer Kunden auf Renovierungsprojekte im Sommer schwer abschätzen können," erklärte Harsch. Hinzu kommt, dass der Beginn des zweiten Geschäftsquartals schwächer verlief und die Branche weiterhin mit einer gedämpften Konsumstimmung zu kämpfen hat.
Auch Albrecht Hornbach, Chef der Hornbach Management AG, sieht trotz sich aufhellender Rahmenbedingungen noch keine Entspannung bei den Ausgabebereitschaften der Kunden, insbesondere bei großen, langfristigen Projekten.
Das Unternehmen hält an seiner Prognose fest. Für die zwölf Monate bis Ende Februar 2025 erwartet Hornbach einen leicht über dem Vorjahr liegenden Nettoumsatz von 6,16 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) dürfte die 254,2 Millionen Euro aus dem Vorjahr höchstens leicht übertreffen.