31. August, 2026

Wirtschaft

Hönle Gruppe kämpft mit Marktadversitäten – Hoffnung auf zweites Halbjahr

Hönle Gruppe kämpft mit Marktadversitäten – Hoffnung auf zweites Halbjahr

Die Hönle Gruppe musste im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/24 einen Dämpfer hinnehmen, als die Konfrontation mit einem herausfordernden Marktumfeld zu einem spürbaren Umsatz- und Ergebnisrückgang führte. Die Aushöhlung in der Kundennachfrage, besonders in Druckanwendungen, drückte die Umsatzzahlen auf 48,1 Millionen Euro, was einen Abwärtstrend von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr markiert. Zugleich trat eine Zurücknahme des Betriebsergebnisses auf -0,1 Millionen Euro zutage, was die Marktschwäche gegenüber dem vorherigen Ergebnis von 3,7 Millionen Euro unterstreicht.

Ein schwankender Materialaufwand, der stabil bei 39,6 Prozent verharrte, ging Hand in Hand mit einem Anstieg der Personalaufwandsquote auf 41,2 Prozent – einem direkten Kontrast zum Vorjahr, in dem diese noch bei 35,7 Prozent lag. Um die Lage weiter zu komplizieren, stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen anteilig von 14,5 Prozent auf 15,5 Prozent.

Trotz dieser Herausforderungen zeigte das zweite Quartal eine leichte Geschäftsbelebung, die Hoffnung auf eine Erholung für die verbleibende Hälfte des Geschäftsjahres schürt. Das Management der Hönle Gruppe blickt optimistisch auf die organische Photovoltaik sowie auf die Entwicklung spezieller Klebstoffe für die Elektronikverpackung, die erwarteten Wachstumsmärkte darstellen. Hier setzt das Unternehmen auf eine größere Marktdurchdringung in den USA und Asien.

Auch das Segment Geräte & Anlagen dürfte durch geplante Investitionen sowie eine verstärkte Konzentration auf innovative Anwendungen – einschließlich des Digitaldrucks – einen positiven Impuls erfahren. Die Branche erhofft sich zudem einen Schub durch die Branchenmesse drupa.

Im Segment Glas & Strahler schließlich zielt der Ausbau in Bereichen wie der umweltfreundlichen Entkeimung mittels ultravioletter Strahlung auf einen ganzheitlichen Ansatz ab, der von Kundenberatung bis zu nachgelagerten Analyseverfahren reicht.

Die Vorstandschaft korrigierte ihre Umsatzprognose auf rund 100 Millionen Euro herab und revidierte damit die zuvor angesetzte Zielspanne von 105 bis 115 Millionen Euro. Ein positives Betriebsergebnis wird trotz der aktuellen Widrigkeiten weiterhin antizipiert. Die definitive Stellungnahme zu diesen Aussichten wird am 07. August 2024 mit der Veröffentlichung der Q3-Mitteilung erwartet.