02. September, 2026

Wirtschaft

Hohe Beschäftigung und stabiler Markt trotz Wirtschaftsschwäche

Hohe Beschäftigung und stabiler Markt trotz Wirtschaftsschwäche

Die unterstützende Rolle von Zuwanderern aus Nicht-EU-Staaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt gewinnt immer mehr an Bedeutung. Aktuell bekleiden Personen aus Drittstaaten vermehrt Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, erklärte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit. Mit insgesamt beinahe 803.000 angereisten Arbeitskräften aus der Ukraine, Indien und der Türkei sind sie die größte Gruppe unter den Neubeschäftigten in Deutschland. Während fast 700.000 vakante Stellen von der Bundesagentur für Arbeit verzeichnet werden, zeichnet sich ein demografiebedingtes Ungleichgewicht ab.

Die Belegschaft in Deutschland verzeichnet mit der Rente gehender geburtenstarker Jahrgänge einen sichtbaren Schwund, während gleichzeitig die Zuwanderung aus europäischen Beitrittsländern wie Rumänien und Polen nachlässt. Bundeskanzler Olaf Scholz sieht in den gegenwärtigen Beschäftigungszahlen einen historischen Erfolg und ein Ergebnis der erfolgreichen Beschäftigungspolitik der gegenwärtigen Regierungskoalition. Arbeitsminister Hubertus Heil weist darauf hin, dass die Zunahme der Stellenbesetzungen auf Arbeitnehmende aus dem EU-Ausland und Drittstaaten zurückgeht.

Am Anfang des Jahres zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt trotz konjunktureller Schwäche gefestigt. Der saisonale Anstieg der Arbeitslosenzahlen bleibt mit einem Anstieg auf 2,805 Millionen geringer als in Vor-Coronajahren. Auf dem Ausbildungsmarkt bleibt die Lage angespannt, wobei 28.000 Bewerber und 18.000 Ausbildungsstellen zum Jahresbeginn unvermittelt blieben. Die Bundesagentur für Arbeit betont die Wichtigkeit der Zuwanderung für das Fortbestehen eines stabilen Arbeitsmarktes und sieht trotz der hohen Langzeitarbeitslosenquote eine grundlegend positive Entwicklung.