Elon Musk, CEO und Gründer von Tesla, kündigte im April auf seiner Social-Media-Plattform X an, Indiens Premierminister Narendra Modi zu treffen. Geplant war nicht nur ein Besuch zur möglichen Errichtung einer neuen Gigafactory für Elektrofahrzeuge im Wert von 3 Milliarden US-Dollar, sondern auch ein Familienurlaub. Kurz darauf wurde die Reise jedoch aufgrund „sehr intensiver Tesla-Verpflichtungen“ abgesagt.
Dies führte zu Spekulationen in Indien, wo Teslas geplantes Investment als großer Gewinn für Modi gesehen wurde. Die Verwirrung wuchs, als Musk stattdessen den chinesischen Premier Li Qiang traf. Hintergrund der abrupten Planänderung war eine Geschäftsmöglichkeit in China, die laut Insidern nicht verpasst werden konnte. Dort schloss Musk ein Abkommen, das ihn seinem Ziel, autonomes Fahren in China einzuführen, näher brachte.
Trotz kurzfristiger Absage bleibt Tesla ambitioniert in Indien, vor allem wegen des Potenzials als Markt und Exportdrehscheibe. Das Land ist der drittgrößte Automobilmarkt der Welt, und ein Tesla-Werk wäre ein bedeutendes Zeichen für Investitionen in Indiens noch junge Elektrofahrzeug-Branche. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Tesla sich für ein Zollvergünstigungsschema registriert, das höhere Tarife für importierte Elektrofahrzeuge für Unternehmen niedriger ansetzt, die sich innerhalb von drei Jahren zur Produktion in Indien verpflichten.
Jüngste Herausforderungen für Tesla umfassen globale Einbrüche im Verkauf von Elektroautos und interne Umstrukturierungen, inklusive drastischer Stellenkürzungen. Rohit Patel, Teslas globaler Leiter für Politik und Geschäftsentwicklung, der die Expansion in Indien leitete, gehört zu den Entlassenen.
Obwohl es Unsicherheiten gibt, bleibt Indiens Regierung optimistisch. Ein Regierungsbeamter bemerkte: „Die allgemeine Tendenz ist, dass sie früher oder später kommen werden.“