01. Juli, 2026

Wirtschaft

Haushaltsausschuss genehmigt milliardenschwere Rettung der Meyer Werft

Haushaltsausschuss genehmigt milliardenschwere Rettung der Meyer Werft

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Weg für eine milliardenschwere Rettungsaktion der Meyer Werft freigemacht. Das traditionsreiche Unternehmen aus Papenburg, bekannt für seine imposanten Kreuzfahrtschiffe, sieht sich mit einer schwerwiegenden finanziellen Krise konfrontiert. Der Ausschuss in Berlin genehmigte, dass der Bund die geplanten 200 Millionen Euro zur Stabilisierung beitragen darf.

Auch das Land Niedersachsen plant, weitere 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Hierzu bedarf es jedoch noch der Zustimmung des niedersächsischen Haushaltsausschusses. Darüber hinaus haben Bund und Land vor, Bürgschaften von jeweils etwa einer Milliarde Euro zu gewähren, um die benötigten Kredite abzusichern.

Bis Ende 2027 muss die Meyer Werft zur Finanzierung von Schiffsneubauten fast 2,8 Milliarden Euro aufbringen. Die Verhandlungen müssen bis zum 15. September abgeschlossen sein, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Die finanzielle Schieflage des Unternehmens resultiert nicht aus einem Mangel an Aufträgen, sondern aus Verträgen für neue Schiffe, die noch vor der Corona-Pandemie abgeschlossen wurden und keine Anpassung an die seitdem stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise vorsehen.

Ein weiteres Problem stellt die gängige Praxis in der Branche dar, dass 80 Prozent des Baupreises erst bei Ablieferung des Schiffes gezahlt werden – Baukosten, die die Werft daher zwischenfinanzieren muss.