09. August, 2026

Wirtschaft

Hafenarbeiter in Norddeutschland treten in Warnstreik

Hafenarbeiter in Norddeutschland treten in Warnstreik

Nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Häfen in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Brake und Emden zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Laut Verdi lag bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vor, was am Sonntagabend bekanntgegeben wurde. Die dritte Tarifverhandlungsrunde findet am Montag und Dienstag in Hamburg statt.

Die Arbeiter sind aufgefordert, sich nach Hamburg zu begeben und dort ihren Protest zu bündeln. Geplant ist ein Warnstreik, der um 5:00 Uhr morgens beginnt und je nach Hafenstandort bis zu 48 Stunden andauern könnte.

Verdi-Verhandlungsführerin Maren Ulbrich betonte die Solidarität und Entschlossenheit der Hafenarbeiter, die bereits mit vergangenen Streiks deutlich gemacht hätten, dass sie für ihre Forderungen einstehen. Sie fügte hinzu, dass der Druck ab Montag nochmals erhöht werde, um den Arbeitgebern die Dringlichkeit der Lohnforderungen zu verdeutlichen.

Die Gewerkschaft fordert bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten unter anderem eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro rückwirkend zum 1. Juni sowie eine Anhebung der Schichtzuschläge. Derzeit bietet der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe eine Erhöhung der Stundenlöhne um 2,5 Prozent oder mindestens 60 Cent pro Stunde an. Darüber hinaus sollen die Schichtzuschläge zwischen 24 Cent und 2,50 Euro steigen.