27. August, 2026

Wirtschaft

Galeria Karstadt Kaufhof: Staatliche Hilfsmaßnahmen zeigen Wirkung

Galeria Karstadt Kaufhof: Staatliche Hilfsmaßnahmen zeigen Wirkung

Die finanziellen Verluste des Bundes durch die staatlichen Unterstützungszahlungen an die mehrfach insolvente Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof konnten nach Auskunft der Regierung begrenzt werden. Aus den Corona-Rettungsfondsmaßnahmen (WSF) seien bereits rund 119 Millionen Euro zurückgeflossen, wie das Wirtschaftsministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Gruppe um Sahra Wagenknecht (BSW) im Bundestag mitteilte. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin 'Capital' darüber berichtet. Die Rückflüsse setzten sich bisher aus Tilgungen, Zinsen und anteiligen Verwertungserlösen zusammen. Weitere Rückflüsse werden aus Tilgungen und Erlösen aus einer laufenden Sicherheitenverwertung erwartet. Allerdings können die endgültigen Kosten für den WSF derzeit noch nicht abschließend festgelegt werden, so das Ministerium. Der staatliche Stabilisierungsfonds WSF hatte Galeria in den Jahren 2021 und 2022 mit insgesamt 680 Millionen Euro unterstützt. Ein Großteil dieser Ansprüche war jedoch im Zuge des 2023 abgeschlossenen Insolvenzverfahrens entfallen. In Höhe von 88 Millionen Euro wurde ein sogenanntes Nachrangdarlehen fortgeführt, für das neue Sicherheiten im Falle eines Zahlungsausfalls vereinbart wurden. Damit besitzt der WSF vorrangige Absonderungsrechte aus der Insolvenzmasse. Nach Berichten aus Ende Mai erwartet die zuständige Finanzagentur, dass die Forderungen nun vollständig erfüllt werden. Am 1. April 2024 wurde über das Vermögen der Galeria Karstadt Kaufhof erneut das Insolvenzverfahren eröffnet. Im Zuge dieser neuen Insolvenz seien jedoch keine weiteren finanziellen Ausfälle zu erwarten.