Frasers Group hat sein Übernahmeangebot für Mulberry auf 150 Pence pro Aktie erhöht, was einer Bewertung des Unternehmens von 111 Millionen Pfund entspricht. Trotz dieser Aufwertung hat der Konzern noch kein formales Gebot abgegeben. Doch während Challice, das unter der Kontrolle der singapurischen Milliardäre Ong Beng Seng und Christina Ong steht, ausdrücklich erklärte, keinerlei Interesse an einem Verkauf seiner Mulberry-Anteile an Frasers zu haben, bleibt die Zukunft von Mulberry unklar.
Die Mulberry-Führung prüft derzeit ihre Möglichkeiten mit den finanziellen Beratern und plant, die Aktionäre zu einem geeigneten Zeitpunkt zu informieren. Laut den Regeln des Übernahmegremiums hat Frasers bis zum 28. Oktober um 17 Uhr Zeit, ein verbindliches Übernahmeangebot für Mulberry abzugeben. Da Challice 56,4 % der Mulberry-Anteile hält, kann eine Übernahme nur mit seiner Zustimmung zustande kommen.
Frasers, bekannt durch Sportartikelgeschäfte wie Sports Direct und die Kaufhäuser von House of Fraser, schlug zuvor eine Offerte über 83 Millionen Pfund vor – was 130 Pence pro Aktie entsprach –, die jedoch abgelehnt wurde. Mulberry betonte, dass der neue CEO Andrea Baldo und die jüngste Notplatzierung von Aktien in Höhe von 10,75 Millionen Pfund dem Unternehmen eine stabile Grundlage bieten, um eine Wende zu schaffen.
Challice bleibt der Ansicht, dass der Verkauf von Mulberry derzeit unpassend ist und bedauert die Ablenkung durch das mögliche Angebot. Sie hoffen, dass ihre klare Haltung Frasers dazu ermutigen wird, auf ein Angebot zu verzichten.