28. Juni, 2026

Wirtschaft

Euro unter Druck – Schwache Konjunkturdaten belasten Gemeinschaftswährung

Euro unter Druck – Schwache Konjunkturdaten belasten Gemeinschaftswährung

Der Euro sah sich zu Wochenbeginn einem erheblichen Druck ausgesetzt. Angesichts enttäuschender Konjunkturdaten aus Frankreich gab der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,1104 US-Dollar nach, was einem Rückgang von gut einem halben Cent im Vergleich zum Freitagabend entspricht. Zum Ende der vergangenen Woche hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs noch auf 1,1166 Dollar festgesetzt, nachdem er am Donnerstag bei 1,1156 Dollar lag.

Die Stimmung in der französischen Wirtschaft trübte sich beträchtlich ein. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, erhoben von S&P Global, sank im September laut einer ersten Berechnung um 6,7 Punkte – ein deutlich stärkerer Rückgang als von Analysten prognostiziert. Auch der Einkaufsmanagerindex für die französische Industrie verzeichnete nur eine marginale Verbesserung. Die entsprechenden Indizes für Deutschland enttäuschten ebenfalls, hatten jedoch nicht den gleichen Einfluss auf den Eurokurs.

Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen, führte aus, dass die Werte für Frankreich und Deutschland wenig Anlass zur Freude gäben. Insbesondere bei den französischen Dienstleistungsunternehmen scheine der durch die Olympischen Spiele ausgelöste Boom abgeebbt zu sein.

Im weiteren Handelsverlauf könnten jedoch noch Statements von Vertretern der US-Notenbank wichtige Impulse geben. Beachtung finden hierbei insbesondere die Reden von Raphael Bostic und Austan Goolsbee. Anleger erhoffen sich neue Erkenntnisse zu den geldpolitischen Strategien der Federal Reserve, nachdem diese in der vergangenen Woche eine deutliche Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte vollzogen hat.