Die Spannungen im Nahen Osten steigen weiter an. Nach einem israelischen Vergeltungsschlag auf den Iran plant Teheran einem Bericht zufolge einen neuen Angriff auf Israel. Laut der US-Zeitung "The Wall Street Journal" könnte der Gegenschlag mit größeren Raketen stattfinden und von regulären iranischen Streitkräften sowie den Revolutionsgarden ausgeführt werden.
Während Iran die Angriffe möglicherweise aus dem Irak startet, haben pro-iranische Milizen dort ihre Attacken auf Israel bereits mehr als verdoppelt, wie das Institute for the Study of War (ISW) meldet. Sollten die Milizen ihre Angriffe nicht stoppen, könnte Israel im Gegenzug zahlreiche Ziele im Irak attackieren. Washington hat Teheran gewarnt, dass es die zurückhaltende Haltung Israels nicht länger garantieren könne.
Indes wird ein weiterer Angriff voraussichtlich erst nach den US-Wahlen stattfinden, um keine Einflussnahme zu riskieren. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, erklärte, dass die Kette militärischer Konflikte zwischen Israel und Iran endgültig beendet werden sollte.
Zudem fordert Gazelle Sharmahd, Tochter des kürzlich hingerichteten Deutsch-Iraners Djamshid Sharmahd, die vollständige Abkehr Deutschlands vom Iran. Sie kritisiert die zögerliche Reaktion der Bundesregierung nach der Hinrichtung ihres Vaters in einem umstrittenen Prozess.
Im Libanon verschärft sich die Lage ebenfalls, da israelische Luftangriffe Krankenhäuser beschädigt haben. Im Regierungsbezirk Tebnine gab es Verletzte, und in Baalbek führte Beschuss zu Sachschäden an einer Klinik. Zwei Rettungshelfer der Hisbollah wurden im Zuge der Angriffe getötet.