Im jüngsten Vorfall von Auseinandersetzungen im Westjordanland haben radikale israelische Siedler für Chaos gesorgt. Nächtliche Angriffe führten dazu, dass 18 Fahrzeuge von Palästinensern durch Brandstiftung zerstört wurden. Augenzeugen schildern, wie etwa zehn Angreifer in die Luft schossen, um die Ankunft palästinensischer Feuerwehreinheiten nahe Ramallah zu stören. Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen zogen sich die Siedler zurück, während die israelische Polizei Ermittlungen aufnahm, wie auf der Plattform ynet berichtet wurde. Immer wieder gibt es Berichte über gewalttätige Siedleraktionen gegen Palästinenser in den besetzten Gebieten. Die Europäische Union hat darauf bereits mit Sanktionen gegen einige Siedler reagiert. Historisch spannungsgeladen, wurde das Westjordanland während des Sechstagekriegs von Israel erobert. Heute leben dort rund 700.000 Siedler unter drei Millionen Palästinensern, die das Gebiet für einen zukünftigen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt beanspruchen. Seit langem ruft der UN-Sicherheitsrat zu einem vollständigen Stopp der Siedlungsexpansion auf, die als illegal und als Hindernis für den Frieden in der Region betrachtet wird. Entsprechende UN-Resolutionen adressieren die Siedlungen in den besetzten Gebieten einschließlich Ost-Jerusalems als Verstöße gegen das internationale Recht. Der anhaltende Konflikt und die jüngsten Ereignisse zeigen, wie fragil der Friedensprozess bleibt und welche Herausforderungen weiterhin bestehen.
Politik
Erneuter Vandalismus im Westjordanland heizt Spannungen an