01. September, 2026

Wirtschaft

Entspannung im Tarifstreit: Schlichtung für Luftsicherheitsdienstleister vereinbart

Entspannung im Tarifstreit: Schlichtung für Luftsicherheitsdienstleister vereinbart

In der Auseinandersetzung um die Tarifverträge für das Personal der privaten Luftsicherheitsdienste zeichnet sich ein vorläufiger Verzicht auf weitere Streiks ab. Verdi und die Vertreter der Arbeitgeber haben sich auf eine Schlichtung verständigt, die das Potenzial hat, die drohenden Arbeitskämpfe an den deutschen Airports abzuwenden. Die Schlichtung soll den Konflikt zwischen den rund 25.000 Beschäftigten und den Arbeitgebern entschärfen. Den Vorsitz des Schlichtungsverfahrens übernimmt der erfahrene Hans-Henning Lühr, ehemaliger Staatsrat beim Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen und SPD-Mitglied. Innerhalb eines engen Zeitrahmens, vom 5. April bis längstens zum 7. April, soll eine Lösung gefunden werden, wie Verdi und der Arbeitgeberverband BDLS bekanntgaben. Das Ergebnis wird zwar für beide Parteien nicht bindend sein, dennoch besteht während des Schlichtungsprozesses eine Friedenspflicht, die Verdi dazu verpflichtet, von weiteren Streikaufrufen abzusehen. Vorausgegangen waren der Einigung massive Warnstreiks, mit denen das Luftsicherheitspersonal auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht hatte. Die Streiks hatten beträchtliche Beeinträchtigungen an mehreren deutschen Flughäfen ausgelöst, da diese Mitarbeiter im Auftrag der Bundespolizei für die Kontrolle von Passagieren, Flughafenmitarbeitern sowie deren Gepäck an den Schnittstellen zu den Sicherheitsbereichen zuständig sind.