16. Februar, 2026

Wirtschaft

Entspannung auf dem Bau: Kostenanstieg für Wohngebäude bremst sich

Entspannung auf dem Bau: Kostenanstieg für Wohngebäude bremst sich

Entgegen der rasanten Preissprünge des vergangenen Jahres nimmt die Kostenkurve am Bau konventioneller Wohngebäude deutlich sanftere Konturen an. Aktuelle Erhebungen des Statistischen Bundesamtes offenbaren für den Monat Februar eine Zunahme von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies markiert einen Rückgang der Dynamik im Preisanstieg, der im November noch mit 4,3 Prozent und im August des vorangegangenen Jahres mit 6,4 Prozent zu Buche schlug. Zwischen November 2023 und Februar dieses Jahres ist eine Preissteigerung um 1,2 Prozent zu verzeichnen.

Die Baukosten entwickeln sich indes nicht in allen Segmenten gleichförmig. Während Rohbauarbeiten beispielsweise nur eine marginales Plus von 0,4 Prozent verzeichneten, zeigten sich bei Betonarbeiten sogar Preisnachlässe von 2,1 Prozent. Zimmer- und Holzbauarbeiten verbilligten sich um 1,4 Prozent. Konträr dazu mussten für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten mit einem Preisaufschlag von 3 Prozent sowie bei Erdarbeiten mit 4,8 Prozent deutlich mehr finanzielle Mittel eingeplant werden.

Besonders hervorzuheben sind die Ausbauarbeiten, die mit einer Preissteigerung von 4,7 Prozent das Vorjahresniveau spürbar überschritten. Detailreich zeigt sich dies bei den Tischlerarbeiten, welche eine Kostenerhöhung von 3,5 Prozent verzeichneten. Die Installation von Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen, darunter fallen auch Wärmepumpen, legten sogar um 6,9 Prozent zu.

Der Blick zurück beschwört die Erinnerung an die Spitzenpreise des Jahres 2022, als der Ukraine-Krieg und inflationäre Tendenzen die Baupreise mitunter um mehr als 15 Prozent in die Höhe trieben. Im aktuellen Jahr jedoch scheint sich der Anstieg der Baukosten abzuschwächen, was sowohl Branchenakteure als auch zukünftige Bauherren aufatmen lässt.