01. September, 2026

Wirtschaft

Energieverbrauch in deutschen Haushalten steigt merklich an

Energieverbrauch in deutschen Haushalten steigt merklich an

Die jüngste Studie des Vergleichsportals Check24 enthüllt erhebliche Zuwächse im Energieverbrauch der deutschen Haushalte im Jahr 2023. Insbesondere der Gasverbrauch verzeichnete einen Anstieg um 23,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die durchschnittlichen Werte nun bei circa 19.000 Kilowattstunden liegen. Auch der Stromverbrauch zeigt mit einem Mehr von 14 Prozent gegenüber 2022 einen klaren Aufwärtstrend und beläuft sich auf durchschnittlich 3.150 Kilowattstunden pro Haushalt.

Dieser Anstieg des Energiekonsums scheint eine Normalisierung nach dem deutlichen Rückgang infolge der Energiekrise und den gestiegenen Preisen durch den Russland-Ukraine-Konflikt darzustellen. Ein Silberstreif am Horizont für Verbraucher: Die Preise haben sich im Jahr 2023 leicht erholt. Für Strom verzeichnete Check24 einen Rückgang der Kosten um etwa acht Prozent, was für eine Menge von 3.500 Kilowattstunden durchschnittliche Kosten von 1.383 Euro bedeutet, eine merkliche Ersparnis gegenüber den 1.509 Euro im Jahr zuvor. Bei Gaspreisen zeigt sich sogar eine Reduzierung um circa 28 Prozent.

Check24 stützt die Untersuchung auf nicht repräsentative Daten, die sich aus sämtlichen über das Portal abgeschlossenen Strom- und Gasverträgen des Jahres 2023 und den darin angegebenen Verbrauchswerten zusammensetzen. Die genaue Zahl der analysierten Verträge wird von Check24 nicht benannt, befindet sich jedoch sowohl für Strom als auch für Gas im sechsstelligen Bereich.

Die Energieverbrauchsdaten verdeutlichen regionale Unterschiede. So führt Sachsen mit einem Durchschnittsverbrauch von 22.358 Kilowattstunden Gas die Liste an, gefolgt von Hessen und dem Saarland mit jeweils rund 20.969 und 20.599 Kilowattstunden. Am anderen Ende des Spektrums steht Berlin mit dem niedrigsten Durchschnittsverbrauch von nur 14.339 Kilowattstunden. Auch beim Strom gibt es Spitzenreiter: Niedersachsen führt mit durchschnittlich 3.352 Kilowattstunden pro Haushalt vor Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Berlin und Hamburg hingegen weisen mit 2.544 bzw. 2.662 Kilowattstunden den geringsten Verbrauch auf.