19. Februar, 2026

Wirtschaft

Energieberatungsprogramme: Existenzbedrohung für Berater

Energieberatungsprogramme: Existenzbedrohung für Berater

Die Aussetzung der Energieberatungsprogramme nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts hat laut dem Branchenverband GIH drastische Auswirkungen auf die Berater. In einer Umfrage bezeichneten zwei von drei GIH-Mitgliedern den Förderstopp der Programme als existenzbedrohend, teilte der Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker (GIH) in Berlin mit. Insbesondere Neueinsteiger seien von dieser Entwicklung stark betroffen. Geschäftsführer Benjamin Weismann betonte, dass ein Drittel der GIH-Mitglieder erst seit ein bis fünf Jahren als Energieberater tätig sei. Der Verband zählt etwa 4000 Mitglieder.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bewilligt derzeit keine Anträge für eine Förderung von Energieberatungen aufgrund des Haushaltsurteils. Allerdings können bereits erfolgte Förderzusagen weiterverfolgt werden, wie die Bafa auf ihrer Internetseite mitteilte.

Zusammen mit dem Bundesverband Wärmepumpe forderte der GIH die Ampelkoalition dazu auf, schnellstmöglich Klarheit bei den Haushalten für 2023 und 2024 zu schaffen. Es müsse sichergestellt werden, dass die bereits bewährten Instrumente und Programme im Wärmebereich weiter genutzt werden könnten. Die Verbände verlangten außerdem, dass wie angekündigt zum Jahreswechsel die Novelle der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft tritt.

Laut Bafa ist die BEG von der aktuellen Sperre ausgenommen. Das bedeutet, dass weiterhin Förderanträge für das Jahr 2023 gestellt und bewilligt werden können. Zudem sind bereits zugesagte Förderdarlehen und Investitionszuschüsse von der Aussetzung nicht betroffen und können wie geplant fortgeführt werden.