Die Deutschen zeigen eine gestiegene Vorliebe für das Hühnerei: Die aktuell veröffentlichten Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung enthüllen einen Anstieg im Pro-Kopf-Verbrauch. Im letzten Jahr knackten wir die Marke von 236 Eiern pro Person, gegenüber den 230 Eiern im Jahr davor. Blickt man zurück ins Jahr 2014, ist sogar eine Zunahme von acht Eiern zu verzeichnen. Eine besondere Spitze erreichte der Verbrauch mit 242 Eiern während des ersten Jahres der Corona-Pandemie, doch aktuell scheinen wir uns wieder dem vorpandemischen Niveau anzunähern.
Ernährungstrends wie der Flexitarismus, bei dem vermehrt pflanzliche Ernährungsformen bevorzugt und gleichzeitig der Fleischkonsum eingeschränkt werden, werden vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft als mögliche Triebkraft hinter dem gestiegenen Verbrauch identifiziert. Eiweißreiche Eier stehen hier im Fokus als Alternative zum Fleisch. Zudem wird vermutet, dass die Inflation und das damit verbundene kostensensitive Verhalten der Verbraucher das Ei als günstigen Proteinlieferanten attraktiver macht.
Die Bundesanstalt berichtet weiter, dass für das Jahr 2023 insgesamt 19,9 Milliarden Eier in Deutschland verbraucht wurden – ein Plus von drei Prozent. Der Großteil dieser Menge, exakt 73 Prozent, stammte aus heimischer Produktion, was 14,6 Milliarden Eier entspricht. Die Population der Legehennen hat sich dabei auf ein neues Hoch von 50,25 Millionen Tieren erhoben. Durchschnittlich legt ein Huhn somit etwa 291 Eier im Jahr.
Während der Eierkonsum weiter steigt, mag man sich fragen, welche Auswirkungen dies auf die Landwirtschaft, die Nachhaltigkeit und die Hühnerhaltung hat – und letztlich auch auf die Wirtschaft und den Aktienmarkt.