01. September, 2026

Wirtschaft

Disney auf dem Weg zur schwarzen Null im Streaming-Bereich

Disney auf dem Weg zur schwarzen Null im Streaming-Bereich

Der amerikanische Unterhaltungskonzern Disney sendet hoffnungsvolle Signale aus seinem Streaming-Sektor. Die aktuelle Bilanz zeigt, dass die operativen Verluste der Sparte, die den beliebten Dienst Disney+ und das Sportangebot ESPN+ umfasst, auf 216 Millionen US-Dollar gesunken sind – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Defizit von mehr als einer Milliarde US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Parallel dazu erlebt das Geschäft mit Freizeitparks und Kreuzfahrten eine Phase des Aufschwungs, wodurch das Gesamtresultat von Disney positiv beeinflusst wird.

Trotz der optischen Fortschritte steht Disney vor einer Herausforderung, die viele Branchenakteure nachvollziehen können: Veränderungen im Mediengeschäft, spezifisch das unaufhaltsame Schrumpfen des klassischen Kabelfernsehens. Die Konsumierenden wandern vermehrt zu Streaming-Angeboten ab, wodurch Umstrukturierungen unausweichlich werden. Der Entschluss von Disney, einen eigenen Streamingdienst zu etablieren und dadurch die Branchenführung von Netflix ins Visier zu nehmen, kam nicht ohne Opfer. Investitionen in hoher Milliardenhöhe wurden im Rahmen eines Sparprogramms realisiert, die möglicherweise sogar noch übertroffen werden könnten.

Das Kerngeschäft mit Kabel-TV verzeichnete einen Rückgang der Einnahmen um zwölf Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar, wobei sich dennoch ein operativer Gewinn von 1,24 Milliarden US-Dollar erwirtschaften ließ – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im Streaming hingegen kletterten die Erlöse um 14 Prozent auf über sechs Milliarden US-Dollar, obwohl die Zahl der Disney+ Abonnenten leicht um ein Prozent auf 111,3 Millionen sank.

Disney-CEO Bob Iger kündigt indessen frische Investitionen an, diesmal in der Gaming-Industrie: 1,5 Milliarden US-Dollar werden für eine Partnerschaft mit Epic Games eingeplant. Ziel ist es, ein Disney-Universum zu schaffen, das mit Epic Games' Flaggschiff "Fortnite" kompatibel ist. Allerdings mahnt Iger zur Geduld, der Entwicklungsprozess werde einige Jahre beanspruchen.

Der Gesamtumsatz des Konzerns blieb mit 23,5 Milliarden US-Dollar stabil, während der Quartalsgewinn um markante 620 Millionen auf 1,9 Milliarden US-Dollar anstieg. Nachbörslich reagierten Investoren positiv: Die Aktie von Disney verzeichnete eine Steigerung von etwa sieben Prozent.