25. Juni, 2026

Wirtschaft

DIHK warnt: Immer mehr Unternehmen in Deutschland vor dem Kollaps

DIHK warnt: Immer mehr Unternehmen in Deutschland vor dem Kollaps

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat bei der Vorstellung ihrer Einschätzung zur aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland alarmierende Töne angeschlagen. Laut DIHK-Präsident Peter Adrian ist die Stimmung bei einer wachsenden Zahl von Unternehmen in nahezu allen Regionen des Landes dramatisch schlecht. Adrian sieht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik zunehmend als Hemmnis für unternehmerische Aktivitäten. Produktionsverlagerungen, Geschäftsschließungen und ausbleibende Investitionen seien immer häufiger zu beobachten. „Wir verzeichnen Stillstand statt Wachstum“, so Adrian eindringlich.

Voraussichtlich wird diese negative Entwicklung in der neuen Konjunkturprognose führender Wirtschaftsforschungsinstitute widergespiegelt. Erste Informationen deuten darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,1 Prozent schrumpfen dürfte. Im Frühjahr hatten die Institute noch ein geringes Plus von 0,1 Prozent prognostiziert. Für das Jahr 2025 wird statt eines Wachstums von 1,4 Prozent nun lediglich eine Erholung von 0,8 Prozent erwartet.

Adrian betont, dass viele Unternehmen derzeit verärgert, verunsichert oder frustriert seien. Diese Stimmungen spiegelten die Rückmeldungen der Industrie- und Handelskammern klar wider. „Wir brauchen daher eine gemeinsame Anstrengung für eine gute Zukunft. Dazu gehört ein Verzicht auf alles, was wirtschaftliches Engagement von Betrieben und Belegschaften ausbremst,“ fordert er.

Besondere Kritik übt Adrian an den zunehmenden Auflagen, Regulierungen und Kosten. Er plädiert für spürbare Sofortsignale und spricht sich gegen das Energieeffizienzgesetz und das Gebäudeenergiegesetz (oft als Heizungsgesetz bezeichnet) in ihrer derzeitigen Form aus. „Anreize für technologische Innovationen statt Detailregelungen sind der richtige Weg,“ erklärt Adrian. Darüber hinaus sei es dringend erforderlich, dass Bund und Länder ihren Pakt für die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren endlich umsetzen. Notwendig sei zudem eine investitionsfreundliche Unternehmenssteuerreform, die schon längst überfällig sei.