Die Deutsche Bahn reagiert auf Kritik und verbessert den Zugang zu ihren Sparpreistickets. Ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember erhalten Reisende die Möglichkeit, vergünstigte Tickets direkt am Bahnschalter zu erwerben, ohne dabei ihre E-Mail-Adresse oder Handynummer angeben zu müssen. Ein Ausdruck des Tickets wird dann auch ohne diese persönlichen Angaben möglich sein. Der hessische Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel lobte diese Anpassung als konstruktive Lösung des Datenschutzkonflikts.
Den Hintergrund der Änderung bildet ein Aufsichtsverfahren, eingeleitet nach einer Vielzahl von Beschwerden, die sich auf die Sparpreistickets bezogen. Bislang mussten Reisende, die ihre Tickets am Schalter kaufen wollten, persönliche Daten preisgeben, um die günstigen Tarife nutzen zu können. Menschen ohne Internetanschluss oder Smartphone waren daher benachteiligt, ebenso wie Verbraucher, die besonderen Wert auf Datenschutz legen.
Die Bahn bestätigt, dass der Verkaufsprozess für Sparpreistickets optimiert wird. Eine Sprecherin erklärte, dass man das Kundenfeedback an den Verkaufsstellen ausgewertet habe. Ziel sei es, auch den wenigen Menschen ohne E-Mail-Adresse die Buchung der Sparpreistickets zu ermöglichen. Dennoch empfiehlt die Bahn allen Reisenden, bei der Buchung eine E-Mail-Adresse anzugeben, um im Falle von Gleiswechseln oder Verspätungen besser informiert zu sein.