28. August, 2026

Wirtschaft

Deutlicher Nettoverlust bei Manchester United: Umsatzeinbruch und gestiegene Betriebskosten

Deutlicher Nettoverlust bei Manchester United: Umsatzeinbruch und gestiegene Betriebskosten

Manchester United hat für die drei Monate bis zum 31. März 2024 einen Nettoverlust von 71,4 Millionen Pfund (91,4 Millionen Dollar) ausgewiesen. Diese Entwicklung könnte das Traditionsunternehmen in Schwierigkeiten mit den Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitsregelungen der Premier League (PSR) bringen. Die PSR-Berechnungen starten mit den Verlusten vor Steuern, die für Manchester United bisher in der Saison 2023-24 auf 89,2 Millionen Pfund beziffert werden. Über den dreijährigen PSR-Zyklus belaufen sich die Verluste nun auf kumulierte 271,4 Millionen Pfund. Gemäß den Finanzvorschriften der Premier League dürfen Vereine in einem Zeitraum von drei Jahren einen Verlust von maximal 105 Millionen Pfund verzeichnen, sofern 90 Millionen Pfund davon durch die Eigentümer abgesichert sind. Signifikante Abzüge, die in die PSR-Berechnungen einfließen, umfassen Investitionen in Infrastruktur, Frauenfußball, Jugendentwicklung, Gemeindearbeit und pandemiebedingte Verluste. Manchester United hofft, dass die getroffenen Maßnahmen zur Kostensenkung, einschließlich der Ausleihe von Jadon Sancho an Borussia Dortmund und Donny van de Beek an Eintracht Frankfurt, ausreichen werden, um Regelverstöße zu vermeiden. Borussia Dortmund übernahm den Großteil von Sanchos Gehalt und zahlte eine anfängliche Leihgebühr von 3,5 Millionen Euro sowie mögliche Zusatzvergütungen von bis zu 4 Millionen Euro. Auch die Leihe von van de Beek brachte United eine ähnliche finanzielle Entlastung. Der Club verzeichnete zudem einen Rückgang des Gesamtumsatzes im betrachteten Dreimonatszeitraum um 20 Prozent auf 136,7 Millionen Pfund, bedingt durch weniger Spiele, einschließlich neun weniger Heimspielen im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch stieg der Gesamtumsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023-24 um acht Prozent, was auf die Teilnahme an der Champions League zurückzuführen ist. Manchester United prognostiziert für das volle Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 660 Millionen Pfund, gegenüber 648 Millionen Pfund im vorangegangenen Jahr. Die Betriebskosten kletterten im letzten Quartal um 15 Prozent auf 203,7 Millionen Pfund, wovon 91,2 Millionen Pfund auf Personalkosten entfallen, was neue Verpflichtungen im Kader widerspiegelt. Schließlich zeigen die neuesten Zahlen, dass Manchester United der Raine Group 31,5 Millionen Dollar gezahlt hat, um den 1,3 Milliarden Pfund schweren Gebot von Sir Jim Ratcliffe für einen 25-prozentigen Anteil am Verein zu unterstützen.