Der französische Lebensmittelriese Danone hat ehrgeizige Ziele formuliert, um sein operatives Gewinnwachstum in den kommenden Jahren zu beschleunigen. Das Unternehmen plant, seine Erlöse von 2025 bis 2028 auf einer vergleichbaren Basis jährlich um drei bis fünf Prozent zu steigern, was in etwa der Prognose für das laufende Jahr entspricht. Dabei soll der bereinigte operative Gewinn künftig stärker wachsen als der Umsatz. Zudem strebt Danone langfristig eine zweistellige Kapitalrendite an und peilt einen freien Barmittelzufluss von drei Milliarden Euro an.
Trotz dieser ambitionierten Ziele zeigte sich der Aktienmarkt unbeeindruckt. Am Vormittag rutschten die Aktien in Paris um gut vier Prozent auf 56,46 Euro ab. Auch seit Jahresbeginn notiert das Papier im Minus. UBS-Analyst Guillaume Delmas bewertet Danone auf Basis seiner Gewinnschätzungen für 2024 mit einem rund 20-prozentigen Abschlag zu anderen großen Sektorwerten. Bruno Monteyne von Bernstein Research äußerte ebenfalls Skepsis und kritisierte, dass die Mittelfristziele nicht ambitionierter seien als die Prognosen für das laufende Jahr. Dies sei jedoch möglicherweise klug, da es derzeit an überzeugenden Beweisen für höhere Prognosen fehle.
Im vergangenen Jahr hatte Danone angesichts erhöhter Inflation seine Umsätze durch Preiserhöhungen um sieben Prozent gesteigert, obwohl die Absatzmengen leicht zurückgingen. Insbesondere das Segment rund um Milchprodukte und pflanzliche Alternativen litt unter der Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Inzwischen hat die Inflation nachgelassen.
Für das künftige Wachstum setzt Danone verstärkt auf die Bereiche Gesundheit und Ernährung. „Gesundheit und die Rolle der Ernährung werden wichtiger denn je“, betonte Danone-CEO Antoine de Saint-Affrique. Der Fokus liege dabei insbesondere auf Proteinen und Darmgesundheit. Zusätzlich soll das Geschäft mit medizinischer Ernährung und außer-Haus-Verpflegung weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus plant das Unternehmen eine verstärkte globale Expansion.