Rund ein halbes Jahr nach dem schwerwiegenden Zwischenfall mit einem ihrer autonomen Fahrzeuge startet die Robotaxi-Firma Cruise, eine Tochtergesellschaft des US-Autokonzerns General Motors, wieder durch. Die Flotte soll allerdings zuerst nur manuell bedient werden, um die nötigen Kartendaten zu aktualisieren und aktuelle Umgebungsinformationen zu erfassen. Dies bekräftigte das Unternehmen und wählte dafür die Stadt Phoenix in Arizona aus, mit Aussicht auf Ausweitung auf weitere Städte. Mit dem Einsammeln relevanter Daten, beispielsweise zu Ampelschaltungen, Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsleitungen, starten die Vorbereitungen für die nächste Phase: Testfahrten im autonomen Modus, jedoch zunächst mit Sicherheitsfahrern am Lenkrad. Diese Erprobungen sollen die Grundlage schaffen, um letztlich zu entscheiden, in welchen Städten die Robotaxis künftig ohne menschliches Zutun fahren dürfen. Cruise, als Pionier in der Robotaxi-Branche geltend, musste nach einem tragischen Vorfall im Oktober eine Pause einlegen. Ein führerloses Fahrzeug der Firma war in einen Unfall verwickelt, bei dem eine Fußgängerin mehrere Meter mitgeschleift wurde, nachdem sie zuvor von einem anderen, konventionell gesteuerten Auto angefahren wurde. Zwar leitete das Robotaxi unverzüglich eine Bremsung ein, doch konnte es die Kollision nicht verhindern. Das autonome System des Wagens bewegte ihn nach dem Zusammenprall an den Straßenrand, was zusätzliches Leid für das bereits unter dem Auto befindliche Unfallopfer bedeutete, das dabei über eine Distanz von etwa sechs Metern mitgezogen wurde. Diese Vorgänge und vor allem deren spätere Aufdeckung stellten einen schweren Schlag für das Ansehen von Cruise dar. Als Konsequenz tauschte General Motors das leitende Management bei Cruise aus und setzte alle öffentlichen Fahrten aus. In der Zeit seit dem Unfall konzentrierte sich Cruise darauf, auf Teststrecken die Sicherheitsprotokolle zu verbessern und hebt nun hervor, dass bei dem anstehenden Neustart Sicherheitsaspekte im Fokus stehen.
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Cruise: Neustart mit vorsichtigem Ansatz nach Unfall