29. August, 2026

Wirtschaft

Covestro setzt auf Kostensenkung und Verhandlungsstrategie

Covestro setzt auf Kostensenkung und Verhandlungsstrategie

Der renommierte Kunststoffhersteller Covestro strebt ambitionierte Kostensenkungsmaßnahmen an, um sich im globalen Wettbewerb stärker zu positionieren. Laut einer aktuellen Unternehmensmitteilung sollen bis Ende 2028 jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro realisiert werden, wobei 190 Millionen Euro davon auf den deutschen Markt entfallen. Sowohl die Produktion als auch die Verwaltung sollen auf Effizienz getrimmt werden.

In Anbetracht der deutschen Standorte hat Covestro angekündigt, bis Ende 2032 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Stattdessen setzt das Unternehmen auf alternative Maßnahmen wie freiwillige Aufhebungsverträge und reduzierte Arbeitszeiten. Der Technologievorstand und Arbeitsdirektor Thorsten Dreier unterstreicht, dass parallel weiterhin Investitionen in die deutschen Niederlassungen geplant sind.

Zudem laufen derzeit Verhandlungen mit dem staatlichen Ölkonzern Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten über eine mögliche Übernahme. Im Raum steht ein Gebot von etwa 11,7 Milliarden Euro, was rund 62 Euro je Aktie entspräche, wie Covestro am Montag bekanntgab. Allerdings müssen vor einem abschließenden Deal noch ein tiefer Einblick in die Unternehmensbücher (Confirmatory Due Diligence) gewährt und eine Investitionsvereinbarung finalisiert werden.

An den Börsen zeigen sich jedoch gewisse Zweifel darüber, ob die Übernahme zustande kommen wird, da Adnoc bereits angedeutet hat, dass 62 Euro je Aktie das finale Angebot darstellen. Die Covestro-Aktien hatten am Montag mit einem Kurs von 53,86 Euro geschlossen, während sich am Dienstagmorgen moderate Gewinne im vorbörslichen Handel abzeichneten.