25. Juni, 2026

Wirtschaft

Commerzbank setzt auf ambitionierte Wachstumsziele und erhöhte Ausschüttungen

Commerzbank setzt auf ambitionierte Wachstumsziele und erhöhte Ausschüttungen

Die Commerzbank hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, um ihre Profitabilität maßgeblich zu steigern. Der Dax-Konzern plant, die Eigenkapitalrendite bis 2027 auf über 12 Prozent zu erhöhen und somit ihre bisherigen Planungen zu übertreffen. Zudem sollen die Aktionäre künftig mehr vom Gewinn profitieren: Ausschüttungsquoten von über 90 Prozent sind für die Jahre 2025 bis 2027 fest eingeplant.

Vorstandschefin Bettina Orlopp sieht erhebliches Potenzial in verschiedenen Geschäftsbereichen. Besonders das Firmenkundengeschäft, die Vermögensverwaltung und die polnische Tochter mBank bieten nach Ansicht des Unternehmens Chancen für zusätzliche Erträge. Die zusätzlichen Gewinne sollen den Netto-Gewinn bis 2027 auf über 3 Milliarden Euro ansteigen lassen, während für das laufende Jahr ein Gewinn von 2,2 Milliarden Euro erwartet wird.

Die Steigerung der Profitabilität und die hohen Ausschüttungsquoten sind strategische Antworten auf den zunehmenden Druck durch die italienische Unicredit. Diese hatte sich kürzlich 21 Prozent der Anteile an der Commerzbank gesichert und den Antrag gestellt, ihren Anteil auf bis zu 29,9 Prozent zu erhöhen. Damit würde Unicredit zum größten Aktionär aufsteigen und den Bund, der circa 12 Prozent hält, deutlich überflügeln.

Für die Jahre 2025 bis 2027 visiert die Commerzbank somit Ausschüttungen an, die deutlich über den ursprünglich geplanten Werten liegen. Bisher waren für 2027 lediglich 11,5 Prozent Eigenkapitalrendite geplant, und für das laufende Jahr wird eine Rendite von gut acht Prozent erwartet.

Diese ehrgeizigen Ziele sollen sicherstellen, dass die Commerzbank auch in Zukunft eine attraktive Perspektive für ihre Aktionäre bietet und gestärkt aus dem Wettbewerb mit Unicredit hervorgeht.