Ein kräftiger Aufschwung prägt das Bild der chinesischen Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres, wie aktuelle Daten zeigen. Mit dem Bau neuer Fabriken und dem Anstieg der Exporte meistert das Land die Herausforderungen einer schweren Immobilienkrise und gedämpfter Binnennachfrage.
Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, greift China, als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, auf eine bewährte Strategie zurück: ausgiebige Investitionen im verarbeitenden Gewerbe. Ein regelrechter Fabrikboom beflügelt dabei den globalen Verkauf chinesischer Erzeugnisse wie Solarpaneele und Elektrofahrzeuge.
Allerdings sorgt Chinas Fokus auf den Export für Besorgnis bei vielen ausländischen Staaten und Unternehmen. Sie befürchten, dass der verstärkte Zufluss chinesischer Waren ihre eigenen Industrien schwächen und zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte.
Am Dienstag veröffentlichte das staatliche Statistikamt Chinas Zahlen, nach denen die Wirtschaft um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen ist. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr entspricht dies einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 6,6 Prozent.
Robustes Wachstum ist für China essenziell, um die anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren und Unternehmen sowie Haushalten dabei zu helfen, mit ihren hohen Schuldenlasten zurechtzukommen.
Für das laufende Jahr hat sich China ein Wachstumsziel von circa 5 Prozent gesetzt – ein Vorhaben, das von vielen Ökonomen als ehrgeizig betrachtet wurde, wobei einige ihre Prognosen kürzlich nach oben korrigiert haben. Im letzten Jahr verzeichnete die chinesische Wirtschaft ein Wachstum von 5,2 Prozent.