Chinas Präsident Xi Jinping und die Spitzenführung des Landes haben am Montag eine Lockerung der Geldpolitik beschlossen, um die wirtschaftliche Dynamik im kommenden Jahr zu stärken. Die Volksrepublik, als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, steht aktuell vor Herausforderungen wie einer schwachen inländischen Nachfrage, einer andauernden Immobilienkrise und einem steigenden staatlichen Schuldenberg, die das offizielle Wachstumsziel möglicherweise gefährden könnten.
Darüber hinaus richten die chinesischen Verantwortlichen ihren Blick auf die zweite Amtszeit von Donald Trump im Weißen Haus, da dieser plant, seine harte Handelspolitik wieder aufzugreifen. Dies weckt Befürchtungen vor einem erneuten Konflikt zwischen den globalen Supermächten. Am Montag analysierte das Politbüro, Chinas oberstes Entscheidungsgremium, die wirtschaftliche Arbeit für die kommenden Jahre und betonte die Notwendigkeit, den Konsum zu stärken, die Investitionseffizienz zu verbessern und die Binnennachfrage umfassend auszuweiten.
Analysten von SG Markets bemerkten, dass es sich bei diesem Strategiewechsel um den ersten seiner Art seit 2011 handelt. Die Ankündigung wurde als positiv wahrgenommen, da sie die Dringlichkeit der wirtschaftlichen Herausforderungen unterstreicht. Besonders die Pläne zur Förderung des Konsums im nächsten Jahr gelten als vielversprechendes Zeichen.
Seit September verfolgt Peking eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung des Wachstums, darunter Zinssenkungen, die Aufhebung von Beschränkungen für den Wohnungskauf und die Entlastung der lokalen Regierungsschulden. Dennoch betonen Ökonomen, dass eine gezielte fiskalische Stimulierung notwendig sei, um die Vollerholung zu erreichen, da die Furcht vor einem erneuten Handelskrieg mit den USA wächst. Zuletzt zeigte eine offizielle Statistik, dass das Wachstum der Verbraucherpreise im letzten Monat gesunken ist, als weiterer Hinweis auf die schleppende Konsumnachfrage.