31. August, 2026

Technologie

Chinas Blick richtet sich wieder gen Himmel: Neue Astronauten-Crew auf dem Weg zur Raumstation

Chinas Blick richtet sich wieder gen Himmel: Neue Astronauten-Crew auf dem Weg zur Raumstation

In einem weiteren Meilenstein für Chinas Raumfahrtambitionen wurde am späten Abend eine dreiköpfige Astronauten-Crew zur Raumstation Tiangong entsandt, um ihre Vorgänger nach einem halbjährigen Einsatz abzulösen. Unter dem Kommando von Ye Guangfu, gemeinsam mit den erfahrenen Piloten der Volksbefreiungsarmee Li Cong und Li Guangsu, wurde das Raumschiff Shenzhou 18 von der Wüste Gobi aus per Langer Marsch 2F-Rakete auf seine Reise geschickt. Das Ereignis, das live im Staatsfernsehen übertragen wurde, zieht die Aufmerksamkeit einer stolzen Nation auf sich.

Die Mission ist geprägt von wissenschaftlichem Ehrgeiz: Geplant sind diverse Experimente, darunter auch solche, die Aufschluss über die Zucht von Wirbeltieren im Weltraum geben sollen. Mehrere Außeneinsätze stehen ebenfalls auf dem Programm, wie die verantwortliche Raumfahrtbehörde ankündigte. Damit unterstreicht China seinen Anspruch, in der ersten Liga der Raumfahrtnationen mitzuspielen.

Der Ehrgeiz der chinesischen Weltraumpolitik wird auch an anderer Stelle deutlich: Die unbemannte Mondmission Chang'e 6 ist für den Frühling geplant, ein kommunikationstechnischer Vorreiter für dieses Projekt ist bereits in der Umlaufbahn um den Mond. So werden die Vorbereitungen für die erdabgewandte Seite des Trabanten getroffen, von der aus kein direkter Signalempfang möglich ist.

Bis 2030 soll sogar eine bemannte Mondlandung verwirklicht werden, was das wiederauflebende internationale Interesse am Mond weiter befeuert – nicht zuletzt wegen der vermuteten Rohstoffvorkommen. Chinas stetige Fortschritte unterstreichen das geopolitische Gewicht der Raumfahrt und zeigen, wie weit das Reich der Mitte seinen Blick bereits in die Sterne gerichtet hat.