Die Stimmung in der britischen Industrie hat sich zum Ende des vergangenen Jahres weiter eingetrübt. Laut einer zweiten Schätzung des Marktforschungsunternehmens S&P Global sank der Indexwert für die Stimmung der Einkaufsmanager in den Industriebetrieben im Dezember um 1,0 Punkte auf 46,2 Zähler. Damit setzt sich der negative Trend der vergangenen Monate fort.
Der Stimmungsdämpfer ist zudem stärker ausgefallen als ursprünglich gemeldet. S&P Global revidierte den Indexwert um 0,2 Punkte nach unten, während Analysten im Schnitt eine Bestätigung der ersten Schätzung erwartet hatten. Dies deutet auf eine weiterhin unsichere wirtschaftliche Lage in den britischen Industriebetrieben hin.
Der Stimmungsindikator liegt damit weiterhin deutlich unter der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet darauf hin, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten in den britischen Industriebetrieben schrumpfen.
Die Aussichten für die Nachfrage nach britischen Industrieerzeugnissen bleiben laut S&P "frostig". Ein weiterer Rückgang beim Auftragseingang zeigt, dass sowohl der Binnenmarkt als auch wichtige Exportmärkte für britische Unternehmen weiterhin schwierige Bedingungen aufweisen. S&P-Direktor Rob Dobson kommentierte das Umfrageergebnis entsprechend.
Die anhaltende Verschlechterung der Industriestimmung wirft somit einen Schatten auf die britische Wirtschaft, die bereits mit den Auswirkungen des Brexit zu kämpfen hat. Unternehmen sollten sich auf anhaltende Unsicherheiten einstellen und mögliche Handelshemmnisse berücksichtigen.