12. August, 2026

Wirtschaft

Boom bei Sport- und Campinggeschäften - Umsatz weit über dem Einzelhandelsdurchschnitt

Boom bei Sport- und Campinggeschäften - Umsatz weit über dem Einzelhandelsdurchschnitt

Das Geschäft mit Sport- und Campingausrüstung erlebte in den letzten zehn Jahren einen beispiellosen Aufschwung. Von 2013 bis 2023 verzeichnete dieser Sektor einen inflationsbereinigten Umsatzanstieg von 41,5 Prozent und übertraf damit das Wachstum des stationären Einzelhandels, der im gleichen Zeitraum lediglich um 9,1 Prozent zunahm. Dies geht aus den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts hervor.

Ein erheblicher Teil der in Deutschland verkauften Sportartikel wird aus dem Ausland importiert. Beinahe die Hälfte der Sportgeräte, die im letzten Jahr nach Deutschland eingeführt wurden, stammt aus China. Mit deutlich geringerem Anteil folgten Tschechien und die USA auf den Plätzen zwei und drei. Der Gesamtwert dieser Importe belief sich, einschließlich der Preisanpassungen, auf nahezu 1,5 Milliarden Euro.

Neben den hohen Importzahlen ist auch der Export von Sportgeräten ein bedeutender Wirtschaftszweig. Deutschland exportierte Sportartikel im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro. Die wichtigsten Abnehmerländer dabei waren Österreich, Frankreich und die Schweiz, die zusammen für fast ein Drittel dieser Exporte verantwortlich waren.