29. August, 2026

Wirtschaft

Boom bei Homeoffice-Stellenangeboten hält auch nach Pandemie an

Boom bei Homeoffice-Stellenangeboten hält auch nach Pandemie an

Eine umfassende Analyse der Bertelsmann Stiftung hat gezeigt, dass die Zahl der Homeoffice-Stellenangebote in den letzten fünf Jahren signifikant gestiegen ist – selbst nach dem Ende der Pandemie. So stieg der Anteil der Online-Stellenanzeigen, die Homeoffice-Möglichkeiten offerieren, von lediglich 3,7 Prozent im Jahr 2019 auf bemerkenswerte 17,6 Prozent im Jahr 2023. Hier liegt eine Verfünffachung innerhalb dieses Zeitraums vor. Interessanterweise bestehen je nach Region und Branche beträchtliche Unterschiede. Düsseldorf hat sich als "Deutsche Homeoffice-Hauptstadt" herauskristallisiert. Insbesondere in der IT-Branche ist Homeoffice mittlerweile fast zum Standard geworden. Die Bertelsmann Stiftung analysierte insgesamt 55 Millionen Online-Stellenanzeigen und stellte fest, dass Homeoffice inzwischen in vielen Branchen nicht nur etabliert ist, sondern auch ein immer wichtigeres Argument im Wettbewerb um Fachkräfte darstellt. Besonders stark sei der Anstieg im Fremdsprachenunterricht, wo fast drei Viertel der Stellen Homeoffice ermöglichen – häufig aufgrund der Verbreitung virtueller Kursangebote. Jedoch gibt es Bereiche, in denen Homeoffice kaum eine Rolle spielt. Berufe im Handwerk oder in der Altenpflege zählen hier zu den Schlusslichtern, da die Arbeit in diesen Bereichen zwingend in Präsenz ausgeführt werden muss. Zudem zeigt die Analyse ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. In Großstädten wie Düsseldorf, Frankfurt am Main und Stuttgart bieten etwa 26 Prozent der Unternehmen Homeoffice an. Spitzenreiter ist Düsseldorf mit einem Anteil von 34,1 Prozent. In dünn besiedelten Regionen hingegen ist Homeoffice weiterhin eine Seltenheit.