29. August, 2026

Wirtschaft

Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefährdet Tesla-Erweiterung in Grünheide

Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefährdet Tesla-Erweiterung in Grünheide

Nahe der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin wurde eine Weltkriegsbombe entdeckt. Derzeit wird die Einrichtung eines Sperrkreises geprüft. In dem betroffenen Waldstück protestieren Umweltaktivisten seit Ende Februar gegen eine geplante Erweiterung des Tesla-Geländes.

Fundort der Bombe ist genau das Waldstück, in dem der geplante Bebauungsplan für die Erweiterung vorgesehen ist, wie Nico Bauermeister, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Grünheide, bekanntgab. Aufgrund des Fundes könnte das Protestcamp mit mehreren Baumhäusern geräumt werden. Die Größe des notwendigen Sperrkreises wird derzeit abgewogen und abgestimmt, um eine sichere Sprengung der Bombe zu gewährleisten. Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über den Fundort berichtet.

Bereits im April hatte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) auf mögliche Belastungen des Waldstücks durch alte Kampfmittel hingewiesen, was zu Kontroversen mit dem Umweltministerium führte. Stübgen äußerte damals im Innenausschuss des Landtags eine hohe Gefährdung und forderte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) auf, das Risiko durch Kampfmittel zu evaluieren. Die Fläche gehört dem Landesforst und befindet sich in unmittelbarer Nähe des einzigen europäischen Tesla-Werks, das vor etwa zwei Jahren in Betrieb genommen wurde.