08. August, 2026

Wirtschaft

Adidas in der Erfolgsspur: Geschärfter Ausblick für 2024

Adidas in der Erfolgsspur: Geschärfter Ausblick für 2024

Der deutsche Sportschuh- und Bekleidungsfabrikant Adidas teilt nach einem erstaunlichen Auftaktquartal neuen Optimismus für das Geschäftsjahr 2024. Nach Bekanntgabe am Dienstagabend aus der Konzernzentrale in Herzogenaurach revidierte Adidas seine Prognosen nach oben: Das Unternehmen rechnet nun mit einer währungsbereinigten Umsatzsteigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Auch das Betriebsergebnis soll auf 700 Millionen Euro klettern, womit Adidas 200 Millionen Euro über die zuvor prognostizierten 500 Millionen Euro hinausschießt.

Obwohl sich die neue Unternehmensprognose von Adidas nach wie vor unter den Prognosen einiger Marktanalysten bewegt, bleibt der positive Ausblick bemerkenswert. Nicht außer Acht zu lassen sind dabei die von Adidas erwarteten Währungseffekte, die die Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr deutlich beinträchtigen könnten, sowohl im Hinblick auf den Umsatz als auch auf die Bruttomarge.

Im Detail beleuchtet, zeigte das erste Quartal bereits eine Umsatzsteigerung von vier Prozent auf annähernd 5,5 Milliarden Euro; währungsbereinigt sogar ein Plus von acht Prozent. Überdies konnte die Bruttomarge um bemerkenswerte 6,4 Prozentpunkte auf 51,2 Prozent gesteigert werden, und das Betriebsergebnis verbesserte sich deutlich von 60 Millionen auf 336 Millionen Euro.

Ein bedeutender Beitrag zu dieser Entwicklung kam durch den Verkauf von Yeezy-Produkten, die vorher in Kooperation mit dem Künstler Kanye West entstanden waren. Diese generierten circa 150 Millionen Euro Umsatz und 50 Millionen Euro Betriebsergebnis. Trotz der Beendigung der Zusammenarbeit mit West nach seinen kontroversen Äußerungen rechnet Adidas mit einem weiteren Umsatz von rund 200 Millionen Euro durch die Veräußerung der verbliebenen Bestände, allerdings ohne zusätzlichen Gewinnbeitrag, da ein kostendeckender Verkauf angestrebt wird.

Das vergangene Jahr war durch die Ereignisse rund um Yeezy und andere Faktoren belastet, was zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses auf 268 Millionen Euro geführt hatte. Gleichwohl lagen die Ergebnisse des ersten Quartals über den Analystenerwartungen und sorgten für einen Anstieg des Aktienkurses um 3,3 Prozent auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs.