19. Februar, 2026

Wirtschaft

50+1-Regel: DFL bekräftigt Engagement für Kontinuität im Fußball

50+1-Regel: DFL bekräftigt Engagement für Kontinuität im Fußball

In einer jüngsten Entschließung des Präsidiums unterstreicht die Deutsche Fußball Liga ihre feste Verteidigungsposition in Bezug auf die heimische Vorrangregelung, gemeinhin bekannt als die 50+1-Regel. Die DFL untermauert ihren Entschluss, den Schirm dieser Regel weiterhin zu festigen – eine Aussage, die in der jüngsten offiziellen Mitteilung des Verbands deutlich gemacht wurde. Diese Regel, die tief in den Satzungen des DFL e.V. verwurzelt ist, soll den Einfluss externer Investoren auf die Kapitalgesellschaften der Vereine begrenzen, indem sie sicherstellt, dass Clubs immer die Stimmenmehrheit behalten und sich dadurch ihre traditionsreiche Identität bewahren.

Angesichts eines anhängigen Prüfverfahrens beim Bundeskartellamt, welches die DFL selbst angeregt hat, setzt sich der Verband für die Klarstellung und rechtliche Absicherung dieser Kernsatzung ein. Durch das Verfahren wird angestrebt, eine Konsolidierung der rechtlichen Grundlage der Regel zu erreichen, sodass kein Investor die Mehrheit an den Aktiengesellschaften der Vereine erlangen kann.

Die Mitgliedschaft und Mitwirkung von Vereinen, die von dieser Regelung geprägt sind, bei den Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga, ist laut DFL ein essentieller Bestandteil, der die Einzigartigkeit und Attraktivität dieser Wettbewerbe ausmacht.

Eine weitere Verkomplizierung ergab sich aus der Notwendigkeit, die jüngsten Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu beachten. Der EuGH hatte in einem Urteil im Dezember klargestellt, dass Fußballverbände nicht automatisch die Genehmigung für neue Wettbewerbe vorenthalten oder Spielern und Clubs die Teilnahme untersagen dürfen. Dies führte zu einer erneuten Verzögerung bei der Abstimmung hinsichtlich einer Anpassung der 50+1-Regel und zeigt auf, in welchem komplexen rechtlichen Kontext sich der Profifußball derzeit bewegt.

Die Integrität des Fußballs und die Rolle der Fans und Vereinsmitglieder im Herzen des Sports bleiben somit in den Fokus der Diskussion und des Interesses der DFL gerückt, die ihre Wertschätzung für die bestehenden Strukturen klar zum Ausdruck bringt.