Der US-Markt für Staatsanleihen zeigte am Mittwoch nur geringe Schwankungen, nachdem er einen Teil der Vortagesgewinne wieder abgeben musste. Konkret verlor der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) lediglich 0,03 Prozent und notierte bei 111,30 Punkten. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen verharrte bei 4,16 Prozent.
Obschon robuste Konjunkturdaten die Industrieproduktion im Juni stärker als erwartet ansteigen ließen, blieben Marktbewegungen überschaubar. Oliver Allen, Analyst bei Pantheon Macroeconomics, merkte an, dass die Produktionsrückgänge im Verarbeitenden Gewerbe seit Anfang 2022 nun scheinbar überwunden sind. Dennoch bleibt Allen skeptisch, dass das Wachstum im dritten Quartal das Tempo des Vorquartals halten kann, zumal die Stimmungsumfragen weiterhin gedämpft ausfallen.
Die zentrale Frage am Markt dreht sich nach wie vor um den Zeitpunkt einer möglichen Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed. Die jüngste Abnahme der Inflation gibt zwar Anlass zur Hoffnung, doch die Teuerung erweist sich als hartnäckig. Im Fokus standen daher die Reden der Fed-Vertreter Thomas Barkin und Christopher Waller, die sich zur zukünftigen Zinspolitik jedoch nicht klar äußerten.
Notenbankdirektor Waller betonte, die Wirtschaft nähere sich zwar dem Punkt, an dem Zinssenkungen möglich seien, er benötige jedoch mehr Beweise für einen nachhaltigen Rückgang der Inflation. Ähnlich äußerte sich Thomas Barkin, Präsident der regionalen Notenbank von Richmond: Zwar sei die jüngste Verlangsamung der Preissteigerungen ermutigend, doch auch er verlangt nach weiteren Anhaltspunkten, dass dieser Trend anhalte.