07. Juli, 2026

Wirtschaft

ZF setzt auf Elektromobilität in Saarbrücken

ZF setzt auf Elektromobilität in Saarbrücken

Der renommierte Autozulieferer ZF plant, an seinem Standort in Saarbrücken verstärkt in die Elektromobilität zu investieren. Neben den bereits erfolgreichen Pkw-Automatikgetrieben sollen zukünftig zwei weitere rein elektrische Pkw-Achsantriebe produziert werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Produktpalette zu diversifizieren und flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Mit der Investition in eine neue, hochmoderne und flexible Fertigungslinie werden 300 Produktionsstellen abgesichert. Markus Schwabe, Head of Business der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien, betont jedoch, dass trotz dieser Maßnahmen weiterhin strukturelle Anpassungen notwendig seien. Der Standort Saarbrücken wird das aktuelle Beschäftigungsniveau aufgrund der geringeren Wertschöpfung in der E-Mobilität langfristig nicht halten können.

Bereits im Juli hatte ZF angekündigt, innerhalb der nächsten vier Jahre bis zu 14.000 Stellen an seinen 35 deutschen Standorten abzubauen. Saarbrücken, mit rund 10.000 Beschäftigten einer der größten ZF-Standorte, bleibt von diesem Stellenabbau ebenfalls betroffen.

Die neuen Investitionen, für die ein dreistelliger Millionenbetrag vorgesehen ist, werden unter anderem durch den 2022 initiierten Zukunftsfonds finanziert. Dieser wurde von ZF gemeinsam mit den Beschäftigten ins Leben gerufen. Zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit umfassen Flexibilisierungsmaßnahmen zur Optimierung der Maschinennutzungszeiten sowie Alterszeitprogramme.

Standortleiter Andreas Hubbuch beschreibt die neuen Produkte der E-Mobilität als "Meilenstein auf dem Weg zur Transformation des Standorts Saarbrücken". Vertreter von Betriebsrat und IG Metall werden am Nachmittag über die Ergebnisse einer Betriebsversammlung informieren.