Die aktuellen Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE) des Monats Juli, dem bevorzugten Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve, entsprachen den Erwartungen. Der Kern-PCE, der schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiekosten ausklammert, stieg im Jahresvergleich um 2,6 %, während der PCE-Gesamtindex um 2,5 % zunahm.
José Torres, leitender Volkswirt bei Interactive Brokers, analysierte diese Daten im Morning Brief und ordnete sie in das gesamtwirtschaftliche Umfeld ein. Trotz einer Abschwächung der Inflation sei die Wirtschaft nicht in herausragender Verfassung, da Konsumenten ihre Ausgaben wie Lichtschalter handhaben, betonte Torres. Es gibt wechselnde Phasen starker Ausgaben und sparsamer Zurückhaltung. Während die Inflation in Bereichen wie Rohstoffen und Automobilen nachlässt, zeigen Dienstleistungen weiterhin inflationären Druck.
Im Hinblick auf die Auswirkungen der PCE-Daten auf zukünftige Zinssatzentscheidungen geht Torres davon aus, dass die Fed eine Zinssenkung vornehmen wird. Dies werde die Preisbildungskraft über verschiedene Branchen hinweg beeinflussen. Er warnt jedoch, dass es Risiken gibt, dass die Wirtschaft bei fallenden Zinsen erneut aufheizen könnte.
„Ich denke, während die Fed die Zinspolitik langsam lockert, wird dies ein langsamer Prozess sein, ähnlich dem, was wir derzeit bei der Europäischen Zentralbank (EZB) beobachten“, sagte Torres im Gespräch mit Yahoo Finance.