05. Juli, 2026

Wirtschaft

Wassernotstand in San Marino: Regierung verhängt strikte Verbote

Wassernotstand in San Marino: Regierung verhängt strikte Verbote

Die Regierung des europäischen Kleinstaats San Marino hat aufgrund akuter Wasserknappheit den Notstand ausgerufen. Um die ohnehin knappen Wasserressourcen zu schonen, hat das zuständige Staatssekretariat mehrere rigide Maßnahmen ergriffen. Unter anderem ist das Bewässern von Rasenflächen sowie Gemüse- und Obstgärten bis auf Weiteres untersagt. Verstöße können empfindliche Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro nach sich ziehen.

Die Ursachen für die Wasserknappheit liegen laut Staatssekretariat im ausbleibenden Regen der vergangenen Monate sowie in den hohen Temperaturen, die die Nachfrage nach Trinkwasser unter der Bevölkerung erheblich gesteigert haben. Auch das Reinigen von Höfen, Treppen und privaten Wegen ist verboten. Schwimmbecken dürfen nicht mehr neu befüllt werden, und das Waschen von Fahrzeugen ist ebenfalls untersagt.

Das Staatssekretariat betonte in seiner Mitteilung die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Ressource Wasser und appellierte an die Bürger San Marinos, durch gemeinschaftliches Handeln den unsachgemäßen Verbrauch zu vermeiden. Eine solche Kooperation sei unerlässlich, um die Krise zu bewältigen.

San Marino, das fünftkleinste Land der Welt, ist komplett von Italien umgeben und nur 61 Quadratkilometer groß. Es beheimatet rund 34.000 Menschen. Auch in den umliegenden Gebieten, besonders im Süden Italiens, war diesen Sommer eine signifikante Wasserknappheit zu spüren.