04. Juli, 2026

Wirtschaft

Vorwürfe gegen Chefin der indischen Börsenaufsicht: Keine Bezahlung von ICICI Bank nach Ausscheiden

Vorwürfe gegen Chefin der indischen Börsenaufsicht: Keine Bezahlung von ICICI Bank nach Ausscheiden

Die indische ICICI Bank stellte am Montag klar, dass sie der derzeitigen Chefin der Börsenaufsicht, Madhabi Puri Buch, nach ihrem Ausscheiden keine Gehälter oder Mitarbeiteraktienoptionen gezahlt habe, abgesehen von den ihr zustehenden Pensionsansprüchen. Die Hauptoppositionspartei Congress hatte zuvor behauptet, dass Buch aufgrund hoher Zahlungen von ICICI in einen Interessenkonflikt geraten sei. ICICI Bank reagierte auf diese Anschuldigung mit einer Bekanntmachung an die Börse. Anfragen per E-Mail an Buch selbst, an Sprecher der Securities and Exchange Board of India (SEBI) und des Finanzministeriums blieben unbeantwortet. Buch steht aufgrund von Vorwürfen von Hindenburg Research unter Beschuss. Demnach sollen sie und ihr Ehemann in Offshore-Fonds investiert gewesen sein, die auch von der Adani Group, die momentan von der SEBI untersucht wird, genutzt wurden. Buch wies diese Vorwürfe zurück. Die Congress-Partei behauptete am Montag weiter, dass Buch zwischen 2017 und 2024 Gehälter und Aktienoptionen in Höhe von 168 Millionen indischen Rupien (rund 2 Millionen US-Dollar) von der ICICI Bank erhalten habe, lieferte jedoch keine Beweise. Laut SEBI-Richtlinien dürfen hohe Mitarbeiter keine Gehälter durch andere berufliche Tätigkeiten beziehen. Aktieninvestments sind nur zulässig, wenn sie korrekt deklariert werden. Buch trat 2017 als Whole-Time Member der SEBI bei und nahm damit die zweithöchste Position in der Organisation ein. Im März 2022 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden ernannt. Davor arbeitete sie von 1997 bis 2011 im privaten Sektor, unter anderem bei der ICICI Bank und deren Tochtergesellschaft ICICI Securities, die ebenfalls von der SEBI reguliert werden.