Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im August überraschend stark erholt. Der Konsumlaune-Index des Marktforschungsinstituts Conference Board stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 103,3 Punkte. Experten hatten im Durchschnitt nur einen Anstieg auf 100,7 Punkte erwartet.
Im Gegensatz dazu steht die deutsche Wirtschaft mit düsteren Aussichten für das zweite Quartal da. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und bestätigt damit eine frühere Schätzung. Ökonomen sehen aktuell wenig Grund zur Hoffnung auf baldige Besserung. Die schlechte Stimmung spiegelt sich auch im Konsumklima wider: Nachdem die Kauflaune im Juli kurzzeitig besser war, sank sie im August erheblich. Steigende Arbeitslosigkeit, mehr Insolvenzen und schlechte Konjunkturaussichten belasten die deutschen Verbraucher.
Trotz dieser Schwierigkeiten konnte das deutsche Staatsdefizit im ersten Halbjahr leicht reduziert werden. Vorläufige Berechnungen des Statistischen Bundesamts zeigen ein Defizit von 38,1 Milliarden Euro, was 1,3 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum sind. Der Rückgang der Energiepreisbremsen trug zu dieser Verbesserung bei.
Die Exportschwäche der deutschen Industrie bleibt hingegen ein anhaltendes Problem. Die Ifo-Exporterwartungen sanken weiter von minus 2,2 Punkten im Juli auf minus 4,8 Punkte im August. Auch Pläne zur Reform des Strommarktes in Deutschland stoßen auf Kritik aus der Wirtschaft. Ein Brief des Wirtschaftsrats der CDU an Wirtschaftsminister Robert Habeck und den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, verdeutlicht die große Verunsicherung, die durch geplante Rabatte bei Netzentgelten für energieintensive Unternehmen ausgelöst wurde.
Auf der anderen Seite des Atlantiks signalisiert Mary Daly von der US-Notenbank Fed Zinssenkungen in einem "normalen Rhythmus", sollte die Inflation weiter nachlassen und der Arbeitsmarkt stabil bleiben.
In der internationalen Politik warnt China Kanada vor Gegenmaßnahmen aufgrund von Zöllen auf Elektroautos, um die Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen. Auch der Besuch des US-Sicherheitsberaters Jake Sullivan in China, der erste seit acht Jahren, unterstreicht die Bemühungen um diplomatische Kontakte.